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So viele Hausaufgaben und dann noch die Welt retten? Läuft doch - mit Informatik!

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Ankündigungstext

Was haben Hausaufgaben mit der ersten Mondlandung zu tun? Wie hängt die Mondlandung überhaupt mit Informatik zusammen? Ist Informatik das Gleiche wie Programmierung oder steckt noch mehr dahinter? Und wie kann ich eigentlich mit Informatik meinen Schulalltag verbessern? Dieser Workshop ist mehr als nur eine Studienberatung! Gemeinsam mit euch tauchen wir ein in die aufregende Welt der Informatik und beschäftigen uns mit diesen und vielen weiteren spannenden Fragen. Ebenso wie unzählige Informatiker*innen, die tagtäglich große Herausforderungen meistern, werdet ihr die Gelegenheit haben, ein paar Experimente durchzuführen und ziemlich knifflige Probleme zu lösen. Das Beste daran: Alles, was ihr heute lernt, könnt ihr mühelos auch in eurem alltäglichen Leben anwenden - oder vielleicht einmal die Welt damit retten.


Bericht über die Workshops

Was haben Hausaufgaben mit der ersten Mondlandung zu tun? Wie hängt die Mondlandung überhaupt mit Informatik zusammen? Ist Informatik das Gleiche wie Programmierung oder steckt noch mehr dahinter? Und wie kann ich eigentlich mit Informatik meinen Schulalltag verbessern? Diese und viele weitere spannende Fragen haben Dr. Helena Kotthaus und Lea Schönberger, beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl 12, den 47 Teilnehmerinnen des diesjährigen MinTU-Jahrganges am 07.03.2019 beantwortet. Im Rahmen zweier Workshops vermittelten sie den Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren ein facettenreiches Bild davon, was Informatik ist - und was Informatik nicht ist.

“Denkst du, du bist geeignet um Informatik zu studieren?” Nicht wenige der Schülerinnen gaben auf diese Nachfrage eine negative Auskunft. Doch warum? Anhand der häufigen Begründungen, man könne nicht gut mit Computern umgehen, kenne sich nicht gut mit Technik aus oder programmiere nicht gern, lässt sich deutlich erkennen, dass das Bild der Informatik, das sich in den Köpfen junger Mädchen manifestiert hat, ein sehr einseitiges ist.

Informatiker programmieren hauptsächlich, basteln mit Computerteilen, können nicht so gut mit Menschen umgehen und arbeiten meistens allein, vorzugsweise, während sie grüne Schrift auf einem schwarzen Bildschirm betrachten und möglicherweise noch einen dunklen Kapuzenpullover tragen. Kurz gesagt: Informatiker sind Nerds und irgendwie komisch. Dieses Vorurteil wird sehr häufig von den Medien transportiert und ist eine der Ursachen dafür, dass Informatik zumeist als recht einseitig wahrgenommen wird. Dass Informatik jedoch weitaus facettenreicher ist als üblicherweise angenommen, wurde in den M4GGIE-Workshops deutlich.

Anders als bei anderen Initiativen und Projekten, in denen gezielt versucht wird, Mädchen zum Programmieren anzuregen, bei denen Roboter eingesetzt werden und im Rahmen derer gewissermaßen versucht wird, das negative, der Informatik anhaftende Nerd-Klischee “cool” zu machen, versuchen Kotthaus und Schönberger, diese Vorurteile gänzlich aufzulösen und stattdessen neue Stereotypen zu schaffen.

“Ich wette, für jedes eurer Lieblingsfächer finden wir eine Anwendung der Informatik!”, äußerte Schönberger. Diese Aussage stellten die Schülerinnen sogleich auf die Probe und zeigten sich offensichtlich begeistert, dass ihnen nicht zu viel versprochen wurde, Informatik vielfältige, interdisziplinäre Möglichkeiten eröffnet und geradezu eine Art von Superkraft ist, die auf nahezu jedes Problem angewendet werden kann. Dass man mit der Informatik, wie der Titel des Workshops suggerierte, auch die Welt retten kann (oder jedenfalls die erste Mondlandung), wurde am Beispiel der Computerwissenschaftlerin Margaret Hamilton gezeigt, ohne deren Forschungs- und Entwicklungsarbeit höchstwahrscheinlich die erste Mondlandung der Apollo 11 im Jahre 1969 gescheitert wäre.

“Ich bin sicher, was Maggie kann, dass könnt ihr auch.”, leitete Kotthaus zum praktischen Teil des Workshops über, in dem die Schülerinnen sich selbst daran versuchen konnten, eine Mondmission vorzubereiten - ganz ohne Rechner. Um ihnen einen der Bereiche, mit denen Hamilton sich befasst hatte, näherzubringen, nämlich das Scheduling bzw. die Ablaufplanung, stellten sie sich daraufhin der Aufgabe, den Alltag einer fiktiven Wissenschaftlerin zu managen und so auf spielerische Weise verschiedene Algorithmen zu erlernen. Dabei stellten sie außerdem überrascht fest, dass die Hobbies einer Wissenschaftlerin sich gar nicht so sehr von ihren eigenen unterschieden.

“Es hat mir so viel Spaß gemacht mit euch!”, resümierte eine Schülerin nach dem Workshop. Sie habe vorher gar nicht so genau gewusst, was Informatik überhaupt sei, und wollte eigentlich Lehrerin werden, könne sich jetzt allerdings auch vorstellen, Informatik zu studieren und vielleicht sogar einmal Professorin zu werden. Wer weiß - vielleicht wird sie ja beteiligt sein, wenn der erste Mensch den Mars betritt.